Reibungslose Generalprobe
Beim 21. Kerker-Cup in Schwabmünchen holen sich 48 Mannschaften den letzten Schliff für die Saison. Königsbrunner Landesligafrauen landen auf dem dritten Platz.
Fast perfekt über die Bühne gebracht hat der TSV Schwabmünchen seinen 21. Kerker-Cup. Das bunte Treiben von 48 Mannschaften bei dem Menkinger Volleyballvorbereitungsturnier in sechs Hallen stellt das Organisationsteam um Gerhard Meck jährlich vor Herausforderungen.
600 Volleyballinteressierten bekamen von dem Stress und der Arbeit aber nur wenig mit. Sie sahen stattdessen spannende Begegnungen mit Generalprobencharakter vor der anstehenden Saison. Einen sehr erfreulichen Ausgang hatte das Turnier für die Landesligafrauen des TSV Königsbrunn. Sie durften sich über den dritten Platz freuen.
Ein falsch eingetragenes Ergebnis war der einzige kleine Makel im Turnierablauf. Doch der Fehler war schnell entdeckt und korrigiert. Schon seit Langem hat das Turnier seinen eigenen, familiären Flair entwickelt. Die meisten Mannschaften melden sich aus Tradition an. So kommt es am Samstagmorgen vor Spielbeginn häufig zum freudigen Wiedersehen mit alten Weggefährten und an früheren Kerker-Cups gewonnenen Freundschaften.
Wichtige Generalprobe für die anstehende Hallensaison
Sportlich gesehen ist das Turnier für die meisten Vereine die Generalprobe für die eine Woche später beginnende Hallensaison. Trotz allem Organisationsstress ließ es sich der Ausrichter nicht nehmen, gleich mit drei Männer- und drei Frauenmannschaften anzutreten. Während die weibliche B-Jugend von Peter Ehinger erste Erfahrungen im Erwachsenenbereich sammelte und die „SMÜ-Revival-Truppe" Platz 19 holte, erkämpfte sich die Bezirksklassetruppe Schwabmünchen I den guten neunten Platz im starken Teilnehmerfeld. Während Königsbrunns zweite Frauenmannschaft auf dem zufriedenstellenden 13. Rang landete, erreichten die Spielerinnen vom FC Kleinaitingen sogar den sechsten Platz.
Dieser wurde nur vom neuen Landesligisten TSV Königsbrunn I getoppt. Die Spielerinnen vom Trainerin Svetlana Turgunbajew verloren in der Vorrunde zwar das Derby gegen Schwabmünchen I, erreichten dennoch das Halbfinale. Dort mussten sie sich allerdings dem späteren Turniersieger Gröbenzell klar geschlagen geben. Immerhin schlugen sie zum Abschluss den letztjährigen Kerker-Cup-Gewinner und kommenden Landesligagegner Bad Grönenbach I im kleinen Finale mit 2:0 (25:17, 25:18).
Bei den Männern spielten die vorderen Plätze Andere aus. Die beste Platzierung erreichte das Team aus ehemaligen Schwabmünchnern UNOV („United Nasen of Volley"). Sie belegten Rang neun. Zuvor hatten sie sich eine spannende Begegnung gegen ihre „Nachfolger" geliefert und den Landesligisten Schwabmünchen besiegt. Letztere wurden im Endklassement Zwölfter, gefolgt vom ersatzgeschwächten TSV Königsbrunn I (14.). Schwabmünchen III kam auf Platz 20.
„Alles in allem können wir sehr zufrieden sein. Das Turnier ist weiterhin sehr begehrt und das freut uns", bilanzierte ein erschöpfter Organisator Gerhard Meck. „Ohne die gute Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer und unsere langjährigen Sponsoren wie die Brauerei Schimpfle, die Kreissparkasse Augsburg und die Firma Kerker könnten wir das Turnier nicht stemmen."

